
Schon im November 2019 begannen wir mit Bokashi, statt Kompost. Alles was die Küche an Resten hergab, kam in einen Eimer mit dicht schließendem Deckel – je kleiner geschnitten umso besser. Je nach Anfall Schichtweise eingefüllt, mit jeweils einer dünnen Schicht feiner Holzkohle, ein wenig verdichten fertig. Als der Eimer voll war kam er die Ecke. Als wir Anfang Januar herkamen, öffnete ich erstmal mit ausgestreckten Armen und Klammer auf der Nase den Deckel. Mit Vorsichtsabstand und ohne Klammer näherte ich mich dem Teil. Und siehe da, es roch wie die Silage beim Bauern. ERFOLG!
Ähnlich wie beim Sauerkraut -oder eben der Silage- beginnen die Küchenreste unter Luftabausschluß mit der Milchsäurevergärung, und eigentlich ohne weiteres Zutun. EM braucht es m.E. nicht. Nach dem Vergären sehen die Reste aus wie vorher. Wir hoben im Vorgarten etwas Erde aus, kippten den Eimerinhalt hinein und deckten ihn wieder mit der Erde ab.
Als wir vergangen Woche wieder kamen und das Ergebnis bergmännisch freilegten, war nur noch sehr wenig erkennbares Material vorzufinden, Eierschalen z.B. Der Rest hatte sich wunderbar kompostiert. Nur die Würmchen fehlen noch, aber dafür haben wir ja welche im Türrahmen.
Die vier Altreifen stehen nun über dem kompostierten Bokashi. Als Nächstes kommt Erde hinein. Sobald Linda und ihre Schwester genug Triebe haben, werden vier oder fünf Lindas verbuddelt und nach und nach, wenn das Grünzeug rauswächst mit Erde aufgefüllt bis die Reifen-Tonne voll ist.
Wir sind gespannt.
Ach so: Das Gestrüpp in den Reifen ist nur ein Platzhalter.




