Manchmal ist man ja doof!
Hier ist so vieles schön, das ich im Altag nicht mehr immer sehe, das ist sehr schade. Z. B. Kinder und Jugendliche, die sich hier im gegenüberliegenden Park die Zeit vertreiben, hatten ihren Spaß als sie mich ansprachen und versuchten sich auf bulgarisch mit mir zu unterhalten. Meine Rückfrage wg. Englisch lößte verlegenes Lachen und Albernheiten aus, aber sie quatschten mich an. An der Bushaltestelle in Hambejche, hätte ich morgens mit dem Megaphone (nicht iPhone) brüllen müssen, damit Jugendliche von ihren Smartphones aufgeschaut hätten. Hier im Park -man beachte, dass c.Krum ca. 350 EW hat- ist täglich reges Treiben. Die Krumlinge, die hier vorbei gehen, sprechen uns regelmäßig an und es gibt imma freundlichen Smalltalk -soweit ich das beurteilen kann 😀
Hier sitzen die Leute (in diesem Fall überwiegend Männers) beisammen, plaudern UND haben Zeit füreinander. „Nachbarschaftshilfe“ findet täglich statt. Irgendwas wird immer augetauscht oder für einander organisiert.
Ich bin nun vier Monate hier und fühle mich angekommen und zum Teil schon integriert – trotz sprachliche Defizite.
Das wurde mir wieder bewußt, neulich im Gespräch mit Fränki Kärrentain Bonguswannaman.* DANKE Dir.
* Name geändert
Kategorie: Aufreger des Tages
Nie wieder schieben …
Se brommd wiera!
Ein Freund einer Freundin* hat uns ein Feldgehäuse besorgt -nagelneu und mit richtiger Drehrichtung- für umgerechnet 18 Euro. Eingebaut, gestartet und breit gegrinst.
Zum ersten Mal seit ich die BMW 2012 kaufte funktioniert das ABS vom Start weg. D.h. der Anlasser war schon seit mindestens acht Jahren malad. Ich habe drei Batterien getausch, ein original BMW-Batterieladegerät mit Wächterfunktion gekauft, wg. eines Schadens von 18 Euro 🙁
* hier in Bulgarien, nicht im Saargebitt
Es wird nicht regnen!
Es passiert so viel, die Tage sind so ausgefüllt, dass ich nicht mehr mit der Seite dran bleibe.
Seit Tagen dreht sich alles um’s Dach – das es nun nicht mehr gibt. Möge Petrus verhindert sein, Regen zu machen.

Danke Sebastian! 





Das war einmal ein Haus 
Als die bisher schlimmste Phase des Abrisses heute morgen begann, sind wir geflüchtet – Sonntagsausflug in die Stadt. Als wir zurück kamen …
Das war also unser Haus.
Erfahrungswert: Die hiesige Vorstellung von ordentlicher Arbeit und meine, sind definitiv NICHT kompatibel 1000 x !
Auch wenn ich deswegen emotional jetzt eine tickende Zeitbombe bin, stelle ich an dieser Stelle klar: … (Text folgt) …
Meine Reaktion auf die Arbeitsweise, die ja im Land sozial akzeptiert ist, zeigt mir wie groß die „Werte“-Unterschiede in Europa sind. In anderen Bereichen sehe ich das bestätigt, wie z. B. beim Strassenverkehr, im Umgang mit Regeln und Normen und bei den persönlichen Strategien im Umgang mit Behörden, Institutionen und Organisationen. ABER: Dank eines viertel Jahrhunderts Erfahrung bei der SHG bin ich durch die Zusammen-„Arbeit“ oder besser das Zusammen-Sein *) mit Saarländer*innen (z.B. de Hermann, de Lui, de Paul, de Joachim, es Gabi, de Alfons un de Bernd) unverhofft gut vorbereitet auf die alltäglichen Situationen, die mir hier in Südosteuropa begegnen.
Auch wenn ich das wertfrei ausdrücken will stellt sich die Frage, warum im Vergleich zwischen D und BG alles was direkt menschgemacht ist, in D in einem deutlich sehr viel besseren Zustand ist als in BG?
*) „Hauptsach gudd gess, geschafft honn mir schnell“
„Ich kenn ähne, der ähne kennt, …“
„Ooch, geh ma fadd.“
=> Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig gewollt.
Nie wieder schieben …
… war vllt. doch zu optimistisch.

Aber auch hier weiß Ludwig Wirz Rat. Bei Motoren-Israel gibt’s das passende Magnetfeldgehäuse für linksdrehende Anlasser (150 Gramm Metall für ca. 80€ – das Doppelte was ein 3+ KG schwerer chinesischer Zubehör-Anlasser kostet) 🙁
Falls heute keine positive Rückmeldung vom Teilehändler/Schrauber kommt, wird dort bestellt.
Genie-Rossi, bulgarische Lösung

Gewitter, Nachtrag

Das Teil ist sowas von im Blei! Befestigt mit Präzisionsschraubzwingen.
Gewitter
So kann’s gehen, wenn man bei heftigem Gewitter Kaffee kocht.
Blitz-Donner-Funken – Herd meldet:
F 8 0 – F 8 0 – F 8 0 – F 8 0 …
Die nächsten Tage gibt es halt Brote und Salat – ist eh zu heiß, um warm zu Essen.

So sieht also … 
… ein Induktionskochfeld aus 🙂 
Die Leiterbahnsicherung … 
… hat es erwischt. 
Neue Sicherung eingebaut – nix
Also doch keine Quarantäne
Laut Auskunft der Botschaft in Sofia im Netz ist seit vorgestern die Selbstisolation aufgehoben – schade eigentlich, jetzt habe ich keine Ausrede, um das Grundstück nicht verlassen zu müssen.
Ein Etappenziel
Am Freitag, den 29.03., erfuhr ich von der Botschaft in Budapest, dass die rumänischen Grenzen durchlässig seien und auch die Rückfahrt mit dem Motorrad sei möglich.
Am Samstag bin ich um 04.30 Uhr Ortszeit mit dem Mietauto losgefahren und war gegen 22:00 Uhr MESZ am Rastplatz Jura. Nach einer Mütze Schlaf ging’s um 01:30 Uhr weiter nach Simmern, wo ich um 06.30 Uhr ankam.
Mit weiser Voraussicht versuchte ich erst den kleinen Italiener (Fiat) zu starten, bevor ich die Schlüssel und die Papiere in den Nachtsafe einwarf. Der Italiener tat was Italiener am besten können, er streikte komplett. Ich wollte fremdstarten, was aber wg. des fehlenden Innenseckskantschlüssels misslang, den ich gebraucht hätte, um an die Batterie des Transporters zu kommen. Was hat die weise Voraussicht nun geholfen?
Ich konnte einen Osteuropäer auf Zigarettenziehtour anhalten, der mir freundlicher Weise Starthilfe gab. Herzlichen Dank oder Dziękuję Ci bardzo oder большое спасибо an dieser Stelle. Zum Glück, denn in Simmern ist am Pfingstsonntag um halb sieben echt die Hölle los.
Dienstag kam ich bis Ende erstes Drittel Rumänien. Es lief alles richtig super*, Wetter, Grenzen, Verkehr, Motorrad und Hotel.
Mittwoch dann den Rest bis c. Krum. Die Strecke ist allerding bis ca. 40 Km vor Sofia nur Bundes-/Landstraßenniveau. Danach schmerzten altersentsprechend die Gräten und der Ar… .
(* Zöllner, Hotelgäste und Tankwarte sind prima im Motorrad-Anschieben 😀 Ein Batteriewechsel am Montag hat nix gebracht, es scheint ein anderes Problem zu geben. Seit Österreich wollte sie nicht mehr von mit dem Knöpfchen anspringen.)
Die Tankstellen habe ich nach Möglichkeit so ausgesucht, dass die Ausfahrt abschüssig war; schließlich musste ich ca. alle 250 KM tanken (und vier Staatsgrenzen überqueren, die man sich nicht aussuchen kann). Aber zwei Mal mussten doch die Tankwarte ran, zwei Zöllner in Ungarn, Rumänien und Bulgarien und die beiden Montagearbeiter aus dem Vogtland, die im gleichen Hotel in Rumänien übernachteten; bde. Motorradfahrer, auch an sie besten Dank.
Am Mittwoch gegen 16:00 Uhr war die Mission beendet,
FAZIT: Alles lief wunderbar. Die Karre ist endlich weg. Ich habe sehr sehr schöne Erfahrungen mit freundlichen, unkomplizierten und hilfsbereiten Menschen gemacht; und ohne Schlange stehen den Grenzen.
Und ich konnte mich von den Lieben zu Hause ordentlich verabschieden!





in Rumänien 
in Rumänien 
Donaubrücke bei Calafat RO/BG 
Donaubrücke bei Calafat RO/BG
Zum Knippsen hatte ich nicht meht Zeit 😉

Erstbeere
