Eingesperrt oder ausgesperrt „dank“ Virus?

Schwer zu beantworten. Die Bulgaren würden uns raus lassen, aber die Serben, Rumänen und Ungarn nicht rein – nach Auskunft der Botschaft in Sofia. Nach Griechenland und dann mit der Fähre nach Italien ist auch keine Option.
Für uns eigentlich kein Problem, denn ich muß nicht mehr erwerbsarbeiten und das Hallenbad In Idar-Oberstein ist seit heute Abend zu, sprich Rossi hat Zwangsfrei. Aber das Leihauto müsste nach Simmern …
Wir haben hier auch zu Tun, können soziale Kontakte weitestgehend einschränken und die, die sein müssen, mit An- und Abstand führen.

Bokashi mit Kartoffeln (1)

Grumbiere-Hochbeet „Schumi“ oder „Niki“

Schon im November 2019 begannen wir mit Bokashi, statt Kompost. Alles was die Küche an Resten hergab, kam in einen Eimer mit dicht schließendem Deckel – je kleiner geschnitten umso besser. Je nach Anfall Schichtweise eingefüllt, mit jeweils einer dünnen Schicht feiner Holzkohle, ein wenig verdichten fertig. Als der Eimer voll war kam er die Ecke. Als wir Anfang Januar herkamen, öffnete ich erstmal mit ausgestreckten Armen und Klammer auf der Nase den Deckel. Mit Vorsichtsabstand und ohne Klammer näherte ich mich dem Teil. Und siehe da, es roch wie die Silage beim Bauern. ERFOLG!
Ähnlich wie beim Sauerkraut -oder eben der Silage- beginnen die Küchenreste unter Luftabausschluß mit der Milchsäurevergärung, und eigentlich ohne weiteres Zutun. EM braucht es m.E. nicht. Nach dem Vergären sehen die Reste aus wie vorher. Wir hoben im Vorgarten etwas Erde aus, kippten den Eimerinhalt hinein und deckten ihn wieder mit der Erde ab.
Als wir vergangen Woche wieder kamen und das Ergebnis bergmännisch freilegten, war nur noch sehr wenig erkennbares Material vorzufinden, Eierschalen z.B. Der Rest hatte sich wunderbar kompostiert. Nur die Würmchen fehlen noch, aber dafür haben wir ja welche im Türrahmen.
Die vier Altreifen stehen nun über dem kompostierten Bokashi. Als Nächstes kommt Erde hinein. Sobald Linda und ihre Schwester genug Triebe haben, werden vier oder fünf Lindas verbuddelt und nach und nach, wenn das Grünzeug rauswächst mit Erde aufgefüllt bis die Reifen-Tonne voll ist.
Wir sind gespannt.

Ach so: Das Gestrüpp in den Reifen ist nur ein Platzhalter.

Es ging voran

Die Wohn-Küche: Das Einbau-Küchlein steht…

… und paar Sachen sind schon drin – das kann man aber nicht sehen. Sobald die Küche im zukünftigen Wohnbereich fertig ist, kommt dieser Bereich dran. Der Wurm ist übrigens noch da, er wollte verlängern 😉

Das Bad (Banja): Provisorium mit Waschmaschine.

Hier gibt es im Moment nur den Steintrog im Hintergrund und tote Wespen, vermutlich aus der Dachluke. Später wird es ein wenig aufgehübscht und eine Dusche kommt dazu; Warmwasser natürlich auch. Toilette? Es ist noch eine vorrätig – schau mer mal.

Das Klo: Alternsgerechte Version mit getrennten Behältnissen für fest und flüssig und mit Kohletütchen.

Der Stromanschluss: Überschaubarer Sicherungskasten.

Der Nachbar -sagte man uns- könne die Sicherungen reparieren. Selbst als gelernter Elektroanlageninstallateur (zwar ohne Schlitzklopperfahrung), der noch gelernt hat wie eine Keramiksicherung aufgebaut ist, hätte ich nicht ernsthaft daran gedacht, dass die geflickt werden.
Hier werde ich modernisieren – von Grund auf.
Ein Foto von der Zuleitung -die auch den Weinstöcken als Rankhilfe dient- folgt.

Artenvielfalt :p

Manche Arten braucht kein Mensch. Das Influenza-Virus zum Beispiel.

Es hat uns erwischt im ein- bis zweitages Abstand und in Reihenfolge der Familienhierarchie: Schwiegervater, Schwiegermutter, mich und Rossi – ok, mich hat es irrtümlich vor Rossi erwischt.
Vorgestern schrieb ich von den Plänen, die jetzt erst mal „überhitzt“ korrigiert werden. Bettruhe, Golden Honey, Kamillendampfbäder, ASS und viele Tücher für die vielen Sekrete, bäääh

Endlich – die Tatenphase beginnt

Nach dem langen Warten und Planen ist es gut, jetzt endlich tätig zu sein!
Ein Krumling hat mir gestern auch schon gezeigt wie ich alles machen muß – wo Küche, Bad und Schlafzimmer hinkommen und wie das Vordach gebaut wird; geht doch! Von meinen Plänen war er nicht so begeistert; Rossi hatte mich gewarnt 😉

Die hambejcha Einbauküche von 1958 hat schon ihren Platz gefunden.

Das zukünftige Gostipartment wird mein Übergangswohnbereich, bis die eigentliche Wohnung (insbesondere die Küche) hergerichtet ist. Danach entsteht hier ein Platz für Gäste und Besucher*innen. Circa zwanzig Quadratmeter mit Naßzelle und Wintergärtchen.
Der Wurm muß jetzt aber ausziehen und zwar rasch – am Besten noch heute. Zwei Türen nebst Rahmen hat er schon teilweise weggenascht.

Drei getrennte Bereiche mit neun Räumen und eher mehr als weniger umfassendem Sanierungsbedarf sollen bis Ende 2021 fertiggestellt sein. Dazwischen und daneben soll der Permakulturgarten entstehen und wachsen und die Master-Thesis geschrieben werden.
Wie geht nochmal der jüdische Witz? Ach ja: Wie bringt man Gott zum Lachen? Erzähl ihm deine Pläne.

Uiuiui – Korrektur

Seit gestern habe ich meine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis – für fünf Jahre.
Das bedeutet, dass diese Prozedur zwei Tage dauerte :), inklusive notariell* beglaubigtem Quasi-Mietvertrag. Ich muß insoweit Abbitte leisten! Ok, das war schon ziemlich gut von mir vorbereitet** :))
Nun darf ich Grund und Boden und Haus erwerben.

** Kopien von übersetzten Dokumenten wie Eheurkunde, Mietvertrag (s.o.), Krankenversicherungskarte, Personalausweis. Wie es läuft wenn man keine*n bulgarische*n Ehepartner*in hat …?
OK, ohne Rossi wäre es vllt. etwas langsamer gegangen.
* Die Notarin raucht in der Kanzlei und erinnert im persönlichen und geschäftlichen Gebaren schon sehr an die Staatsanwältin Frau Klemm im Tatort Münster.